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Die interkulturelle Marke „Jaffa-Orange“

Orangen aus Jaffa sind seit Generationen eine internationale Marke.
Jaffa-Orange

In der Ausstellung „Jaffa – Tor zum Heiligen Land“ ist neben archäologischen Exponaten auch ein historisches Seidenpapier einer berühmten Marke zu sehen: „Feinste Jaffa Orangen“. Für Generationen in Mitteleuropa ist die Jaffa-Orange mit der Advents- und Weihnachtszeit verbunden. Es gab Zeiten, in denen Zitrusfrüchte nur in der Wintersaison als exotische Spezialität nach Deutschland kamen. Da war die Jaffa-Orange zu den Feiertagen ein Vorgeschmack des Paradieses. Heuer werden Jaffa-Orangen nur im Dezember ausgeliefert.

Das Seidenpapier wirbt auf deutsch für die Frucht. Kein Wunder, denn es stammt aus den Tagen, da schwäbische Familien über Generationen im Heiligen Land nicht nur rund um die Stadt Jaffa Orangenplantagen bewirtschafteten. Zwei der Siedlungen der freikirchlichen „Deutschen Tempelgesellschaft“ bei Jaffa heißen Sarona und Wilhelma.

Von schwäbischen Anfängen zum Welthit

Zusammen mit anderen Zuwanderern aus Amerika und Europa und den einheimischen Bauern entstand vor gut 100 Jahren eine Art christlich-jüdisch-muslimisches Joint Venture an der Schwelle zum Heiligen Land. Die Marke „Jaffa Orange“ ist ein Welthit. Lokales Klima und Landwirtschaft verbindet sich mit den internationalen Beziehungen und dem Knowhow der Zuwanderer. So produzieren Schwaben aus Jaffa Orangen für die kalte Heimat.

Dieses „interkulturelle“ Projekt findet sein Ende in den Wirren der 1930er Jahre, als sich die jüdisch-arabischen Konflikte verschärfen. Die Altstadt von Jaffa wird 1936 fast komplett zerstört. Die deutschen Templer verschwinden mit Kriegsbeginn 1939 aus Palästina: Zu eng war ihre Verbindung mit dem nationalsozialistischen Regime Hitlers. Das Erbe der Marke „Jaffa-Orange“ tritt der neu gegründete Staat Israel an.  

Dieses Seidenpapier stammt aus der Sammlung des Orientmalers Gustav Bauernfeind (1848 bis 1904) aus Sulz am Neckar. Sein Tagebuch über die Einreise in Jaffa und ein Aquarell, das dort entstand, sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Bauernfeind starb in Jerusalem an Heilig Abend 1904 – er war mit einer „Templerin“ aus Sarona bei Jaffa verheiratet. Sarona, der ehemals deutsche Vorort von Jaffa, ist heute Teil des Regierungsviertels in Tel Aviv. Die typischen Häuser der Siedlung Wilhelma sieht man nahe der Landebahn des Ben Gurion-Flughafens liegen.

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