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Ökumenische Begegnung im Frankfurter Bibelhaus

Ökumenische Begegnung im Nomadenzelt des Bibelhauses (v.l.): Museumsdirektor Schefzyk, Bischof Tebartz-van Elst und Kirchenpräsident Jung.
Ökumenische Begegnung

Bischof Tebartz-van Elst und Kirchenpräsident Jung besuchen gemeinsam Erlebnismuseum

Gemeinsam haben der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, sowie der Bischof des Bistums Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, das Bibelhaus Erlebnis-Museum in Frankfurt am Main besucht. Am Donnerstagabend (11. April) verschafften Sie sich einen Eindruck über das vor zehn Jahren gegründete Bibelhaus am Museumsufer. Anhand von fast 300 Ausstellungsstücken zeigt es die Überlieferungsgeschichte der Bibel auf und führt zugleich in die Lebenswelt des Alten Orients ein. Vor zwei Jahren hatte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau die Erneuerung des Gebäudes mit rund einer Million Euro unterstützt.

Nach Worten von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung leistet das Bibelhaus einen wichtigen Beitrag dazu, „Menschen auf den Glauben neugierig zu machen“. Wörtlich sagte er: „Das Bibelhaus beschäftigt sich mit dem grundlegenden Buch des christlichen Glaubens. Dabei ist die Bibel nicht nur die Heilige Schrift der Christinnen und Christen. Die Bibel ist auch ein fundamentaler Teil unserer europäischen Kultur, die ohne sie kaum verständlich wäre. Das Museum macht es möglich, die Bibel neu als Glaubensschatz und Kulturschatz zu begreifen.“

Für Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist das Bibelhaus ein wichtiger Ort, der dem Wort Gottes große Aufmerksamkeit verleiht. Der Bischof sagte: „Ich freue mich sehr, dass es mit dem Bibelmuseum in Frankfurt einen Ort gibt, an dem die Heilige Schrift in ihrer geschichtlichen Entstehung, ihrer geistlichen Bedeutung und ihrer Orientierung für unser Leben und unser menschliches Miteinander eine so exponierte Aufmerksamkeit bekommt. Gerade im ‚Jahr des Glaubens’ suchen wir die vertiefte Begegnung mit dem Wort Gottes. Dabei ist uns die Weisung des Kirchenvaters Hieronymus eine bleibende Orientierung: ‚Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen.'"

Als „wichtiges ökumenisches Signal“ bezeichnete der Direktor des Bibelhauses, Jürgen Schefzyk, die Begegnung. Heute gingen die Kirchen bei der wissenschaftlichen Erforschung der biblischen Grundtexte längst gemeinsame Wege. Der Blick in die Welt hinter den Texten und die Erkenntnisse aus der historisch-kritischen Forschung seien eine wesentliche Voraussetzung für die Ausstellung im Bibelhaus. Das Bibelhaus selbst kooperiere inzwischen mit sieben evangelischen und katholischen Fakultäten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Niedersachsen. Die Trägerin des Bibelhauses, die Frankfurter Bibelgesellschaft, ist nach Worten von Schefzyk seit den Anfängen 1816 bis heute offen für die ökumenische Zusammenarbeit. Zur Gründungsversammlung trafen sich Lutheraner, Reformierte und Katholiken.

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