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Isis, die Göttin aus Ägypten

Zwei Figurinen der Göttin Isis aus 500 Jahre vor und 1 nach Christus (Leihgabe der Liebieghaus Skulpturensammlung).
„Isis Lactans“

Schon im antiken Ägypten galt sie als große Magierin. In einem Mysterienkult fand ihre Verehrung dann weite Verbreitung im Römischen Reich. Sie war für viele die Göttin des Himmels, des Meeres, der Erde und der Unterwelt. Die Göttin Isis verband Mütterliches mit Geheimnisvollem. Im Christentum wurden viele ihrer Eigenschaften später Maria, der Mutter Jesu, zugeschrieben. Das Bibelhaus Erlebnis Museum zeigt zwei Figurinen der Göttin in der Sonderausstellung „Weihnachten – Krippenkind und Kaiserkult“.

Heiligtümer bis nach Germanien und Britannien

Die ägyptische Figurine aus der der griechisch-römischen Epoche, entstanden kurz vor oder nach dem Beginn unserer Zeitrechnung, zeigt die Göttin Isis, die ihren Sohn, den Gott Harpokrates, auf dem Schoß hält und ihm die Brust darreicht. Bei Harpokates handelt es sich um die griechische Entsprechung des altägyptischen Horuskindes. Diese Form der Darstellung heißt „Isis Lactans“, die milchgebende Isis.

Belege für eine Verehrung der Isis reichen rund 4500 Jahre bis in die Zeit der 5. Ägyptischen Dynastie zurück. In Folge der Feldzüge Alexanders des Großen im vierten vorchristlichen Jahrhundert breitete sich ihr Kult in der hellenistischen Welt des östlichen Mittelmeerraums aus. Der Isis-Kult wurde dann 37 bis 41 nach Christus unter Kaiser Caligula endgültig legalisiert. Die Verehrung etablierte sich als einer der Mysterienkulte im Römischen Reich. In vielen größeren Städten bis nach Germanien und Britannien entstanden Isis-Heiligtümer mit dazu gehörenden Gemeinden, die mit dem frühen Christentum konkurrierten.

Jungfrau und Mutter

Die Menschen verehrten vor allem die Mütterlichkeit der Göttin und sahen in ihr die Ernährerin und Beschützerin. Gleichzeitig galt sie ihnen als Jungfrau. Ein Hymnus legte ihr die Worte in den Mund: „Ich bin Isis, ich wache! Ich bin die Mutter des Horus, ich bin die Schwester des Osiris, ich bin die Zauberkräftige, ich bin die große Jungfrau.“ Ihre Anhänger gaben der Göttin den Titel „Theotokos“, die Gottesgebärerin.

Auf dem Konzil von Ephesos 431 nach Christus übertrugen Christen diesen Titel auf Maria. Auch sie bringt nach neutestamentlichem Bericht (Lukas 1,27 und Matthäus 1,23) jungfräulich ein göttliches Kind zur Welt, welches sie umsorgen muss. Auch sie gilt vielen Christen als Beschützerin. Die Aussage über die Jungfräulichkeit Marias betont dabei allerdings nicht die Besonderheit der Mutter, sondern die Besonderheit des Kindes, das in die Welt kommt.

Maria, die Gottesmutter, ersetzt für viele Christinnen und Christen das Göttlich-Weibliche, welches in zahlreichen antiken Kulten vorhanden war. Sie tritt an die Stelle der Göttinnen. Seit der Antike stellen Christen den mütterlichen Aspekt Marias dar, indem sie zeigen, wie sie ihren Sohn Jesus säugt. Sie greifen dabei auf die Darstellungen der Isis mit ihrem Sohn Harpokrates zurück und schaffen so einen neuen Typus der Präsentation der Mutter Jesu: die Maria Lactans.

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