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#kulturtrotzcorona: Widerstand mit Waffe oder Worten?

Tonkrüge aus dem 1. Jahrhundert vor Christus
Foto: Bibelhaus Erlebnis Museum

König Herodes der Große baute im 1. Jahrhundert vor Christus eine Festung auf einem Bergplateau, das südlich von der Oase Ein Gedi und am Westufer des Toten Meeres mitten in der judäischen Wüste verortet ist. Bis heute findet man die Überreste der einst prächtigen Festungsanlage vor. König Herodes, der aus der Weihnachtsgeschichte als Kindsmörder bekannt ist, baute diese etwa 276 Hektar große Residenz nach römisch-hellenistischem Vorbild. So stattete er sie mit einer Therme und einem Schwimmbecken aus. Zu diesem Ort lud er vor allem Verhandlungspartner ein, die durch die großen Lagervorräte und die in den Felsen gehauenen Zisternen bestens versorgt wurden.

Der Kampf um Masada

Nicht einmal ein Jahrhundert später während des Jüdischen Krieges wurde diese Festung von einer jüdischen Kampfgruppe, den Zeloten, gegen die angreifenden Römer verteidigt. Die Lager der Römer und die zur Einnahme helfende Rampe kann man bis heute von der Festung aus erblicken. Der Kampf um Masada ging in die jüdische Geschichte ein, da die Zeloten, eine Volksgruppe denen auch ein Jünger Jesu anhing, unweigerlich gegen ihre Feinde kämpften und sich letztlich vor Einnahme durch diese selbst umbrachten.

Jesu Waffen sind Worte

Masada wird in der Bibel selbst nicht erwähnt. Jedoch zeigt sie, wie sehr die römische Kultur und auch politische und militärische Macht Einzug in Palästina zur Zeit des Neuen Testaments hatte. Das Neue Testament und die Erzählungen um Jesu deuten an einigen Stellen an, dass Jesu Worte nicht nur religiöse Bedeutung hatten, sondern im Kontext der damaligen Zeit auch klare politische Aussagen innehatten. Somit wird Jesus stellenweise auch zum Widerstandskämpfer gegen die Römer, wenngleich seine Waffen seine Worte sind. Worte, die Glauben verändern, Trost und Hoffnung spenden. Worte, die gegenwärtige Schwierigkeiten überwinden, weil sie auf das Himmlische verweisen.

Text: Alexandra Hild, Museumsbegleiterin im Bibelhaus

Antike Pfeilspitzen
Foto: Bibelhaus Erlebnis Museum

#kulturtrotzcorona

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Brunnen im Bibelhaus
Foto: Bibelhaus Erlebnis Museum