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Das besondere Objekt: Die Taufkannen

Taufkannen

Das Bibelhaus Erlebnis Museum zeigt ab dem 14. August 2019 in der Ausstellung #heilig … wie wir Gott und die Welt sehen sieben Taufkannen. Sie sind Entwürfe für eine neue Taufkanne für die Rüdigheimer Dorfkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Neuberg (EKKW). Die Kirchengemeinde hat die Silberschmiedinnen und -schmiede des 4. und 6. Semesters der Staatlichen Zeichenakademie Hanau BFS mit der Gestaltung beauftragt.

Taufkannen gehören zum sakralen Gerät (den „vasa sacra“), das vor allem bei der Spendung von Sakramenten, aber auch bei anderen gottesdienstlichen Handlungen Verwendung findet. Die Taufkannen werden während der Taufe genutzt, um damit das Wasser für die Taufe in das Taufbecken zu gießen. Die Taufe ist sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche ein Sakrament. Nach Angaben des Matthäusevangeliums (28,19f) wird sie von Jesus selbst eingesetzt, der seine Jünger auffordert: „Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Einzigartiges Gefäße

Jede Taufkanne ist ein einzigartiges Gefäß, das in seiner besonderen Form die Gemeinde, die es für die Spende des Taufsakramentes nutzen will, repräsentieren soll. Diesem Anspruch wollen auch die sieben Entwürfe gerecht werden. Sie berücksichtigen christliche Symbole, die auch bei der Taufe von Bedeutung sind. Außerdem nehmen sie Bezug auf den Raum und die Einrichtung der gotischen Kirche in Rüdigheim sowie die in der Kirche vorhandene Taufschale.

Beschreibung der Entwürfe

Die nachfolgende Beschreibung beginnt mit der Taufkanne hinten links und fährt im Uhrzeigersinn fort:

Entwurf: Christopher Liller

Der Entwurf des Griffs orientiert sich an Material, Form und Breite des Altarkreuzes der Kirche.

Entwurf: Sophia Rottmann

Der Entwurf greift in der bauchigen Form des Griffs den Fisch auf. Die Form des Ausgusses erinnert an den Schnabel einer Taube. Der Evangelist Matthäus beschreibt, wie nach der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer der Geist Gottes wie eine Taube auf Jesus herabkommt.

Entwurf: Larissa Thiel

Der Entwurf greift die runden und eckigen Formen des gotischen Kirchengebäudes auf. Diese Formen gehen in der Kanne ineinander über. Thiel stellt so plastisch den Wandel dar, der sich während der Taufe mit dem Getauften vollzieht.

Entwurf: Hanno Rhösen

Der Entwurf orientiert sich in seiner Form an der alten Taufkanne.

Entwurf: Marius Perl

Der Entwurf greift das Fließen des Wassers bei der Taufe auf.

Entwurf: Josephine Gräfin von Nostitz-Rieneck

Die Taufkanne nimmt Bezug auf das Kreuz. Der Griff und seine Halterung an der Kanne bilden zusammen ein Kreuz.

Entwurf: Jerome Funk

Die Taufkanne greift die Form des Fisches auf. Der Schwanz des Fisches geht in den Griff über. Der Fisch ist ein frühchristliches Symbol und Erkennungszeichen. Die fünf Buchstaben des griechischen Wortes für Fisch „ΙΧΘΥΣ / ICHTHYS“ dienen als Anfangsbuchstaben neuer Wörter. Sie bedeuten auf Deutsch: „Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter“.

 

Die Taufkannen sind Teil der Sonderausstellung „#heilig … wie wir Gott und die Welt sehen“ von 14. August bis 22. Dezember im Bibelhaus.