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fremde.heimat.bibel.
Die ganze Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes, Griechisch, erstmals gedruckt von Aldus Manutius und Andreas Torresanus,Venedig 1518. Leihgabe des Bibelmuseum Münster aus der Sammlung Remy. Im Bild zu sehen: Der Beginn des Buches "Weisheit Salomos", das in der hebräischen Bibel fehlt.
Septuaginta von 1518

Das besondere Objekt: Die Septuaginta von 1518

Vor 500 Jahren im Jahr 1518 erscheint in Venedig aus der berühmten Druck-Werkstatt des Aldus Manutius erstmals eine ganze Bibel auf Griechisch im Druck: "Die ganze Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes" in der Sprache der orthodoxen Kirche. Nur für die Bücher des Neuen Testamentes musste der Verleger damals auf eine Verordnung von Papst Leo X. Medici achten: Der Gelehrte Erasmus von Rotterdam hatte sich für seine griechische Ausgabe des Neuen Testamentes zwei Jahre zuvor im Jahr 1516 ein Druckprivileg vom Papst geben lassen. Diesen Text musste auch Manutius übernehmen. Diese Druckausgabe wird zur Grundlage der Übersetzung auch von Schriften des Alten Testamentes in der Reformationszeit.

Die antike Legende der Übersetzung

Schon eine antike Legende erzählt von 72 jüdischen Gelehrten, die für die berühmte Bibliothek in Alexandria im Auftrag von Pharao Ptolomäos um 260 vor Christus eine Übersetzung der hebräischen Tora anfertigen sollten. Oh Wunder - nach tagelanger Übersetzungsarbeit wurde festgestellt, dass die 72 angefertigten Übersetzungen sich nicht in einem Wort unterscheiden. So konnte man schon in der Antike behaupten: auch die griechische Übersetzung ist von Gott eingegeben. Aus den berühmten 72 wird der lateinische Name "Septuaginta".

In der ganzen Levante im östlichen Mittelmeerraum - von den griechischen Inseln bis hinab nach Ägypten - gab es unzählige griechisch-sprachige jüdische Gemeinden. Im ersten Jahrhundert nach Christus entstehen dort erste christliche Gruppen. Die Schriften des Neuen Testamentes zitieren die griechische Bibel, die zum Kennzeichen der Alten Kirche wird.

Apokryphe Schriften des Alten Testaments

Die griechische Septuaginta hat eine etwas andere Reihenfolge der biblischen Bücher – im Vergleich zu der hebräischen, jüdischen Sammlung der Heiligen Schriften. Sie ordnet die Bücher in zeitlicher Reihenfolge von der Schöpfung (Genesis) bis zur Offenbarung (Apokalypse). Die hebräische Bibel endet mit dem Propheten Esra (um 400 vor Christus), die griechische Bibel kennt auch Schriften, die von späteren Ereignissen des dritten und zweiten Jahrhunderts vor Christus erzählen. Sie schließen so die Lücke bis zu den Ereignissen des Neuen Testamentes. Heute werden sie deuterokanonischen oder apokryphen Schriften des Alten Testamentes genannt.

Die Ausstellung fremde.heimat.bibel. zeigt – neben den Geschichten von Frankfurtern aus aller Welt, die mit der Bibel im Gepäck hier angekommen sind – Drucke und Autografen aus privater Hand seit der Reformationszeit. Sie erzählen von der Bibel als dem Leitmedium der Buchgeschichte wie auch von den Anfängen der Übersetzungsarbeit.