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Die Reliefkarte des Heiligen Landes

Hochkarte des Heiligen Landes (1 : 84500) Länge 300 Zentimeter, Breite 150 Zentimenter, Gewicht 90 Kilogramm, dreiteilig. Reliefkarte hergestellt etwa 1925 durch die Firma G. Munz, Göppingen, wissenschaftlich betreut durch den Theologen, Archäologen und Geologen R. Köppel SJ. Für das Bibelhaus restauriert von M. Sobotta.
Reliefkarte

Als der katholische Priester und Palästinaforscher Robert Köppel im Jahr 1924 im südwestdeutschen Ravensburg in der Jugendseelsorge tätig war, ergab sich für ihn eine einmalige Gelegenheit. Er regte die Jugendlichen an, die Landschaften Palästinas maßstabsgerecht zu modellieren. Als Vorlage dienten die von den Engländern Kitchener und Conder Ende des 19. Jahrhunderts erstellten Karten sowie Spezialkarten zur Geographie und Geologie des Heiligen Landes. Das Ergebnis war ein kartographisches Relief der Gegend um den See Genesaret im Maßstab 1:50 000.

Der Erfolg dieses Projekts brachte Köppel dazu, zusammen mit dem Göppinger Stuckateur Gustav Munz weitere Hochkarten zu produzieren. Oft hatten sie ungewöhnliche Maßstäbe, was daran lag, dass Köppel, die ihm in englischen Maßeinheiten vorliegenden Karten umzeichnen musste. Dennoch waren die Karten von großer Präzision, auch wenn er die Höhen zur besseren Veranschaulichung überproportional vergrößerte.

Köppels Meisterstück war eine Karte in drei Teilen, Süd- Mittel- und Nordpalästina, die er für 120, 110 beziehungsweise 100 Mark zum Verkauf anbot. Zusammengefügt war sie etwa 3 Meter lang und 1,5 Meter breit. Für die Karten wurde eine Vorlage aus Ton angefertigt und von dieser ein Negativ aus Gips. Mit Hilfe dieses Negativs wurde dann ein Rohling, ebenfalls aus Gips, hergestellt, der dann in Handarbeit präzisiert und koloriert wurde. Im Falle der großen, dreiteiligen Karte entstand so ein Relief mit einem Gewicht von etwa 90 Kilogramm.

Moderne Technik und traditionelles Handwerk

Insbesondere diese große Reliefkarte war ein großer Erfolg und fast jede Universität im deutschsprachigen Raum, an der Landeskunde des Heiligen Landes vermittelt wurde, nutzte Köppels Karten als didaktisches Hilfsmittel.

Das Bibelhaus Erlebnismuseum erhielt 2011 eine nicht mehr in Gebrauch befindliche Karte. Sie wurde aufwendig restauriert und nach den Originalangaben neu koloriert. Schon Köppel war nicht glücklich, dass er die Karten beschriften musste, um auf die wichtigen Orte hinzuweisen. Dies geht aus einem Bericht von 1927 hervor. Auf das restaurierte Relief wird deshalb die Information jetzt projiziert, ohne physisch in die Karte einzugreifen. Und so trifft hier in der Inszenierung des Bibelhauses moderne digitale Technik auf traditionelle Handwerkskunst. Computergesteuert können Besucherinnen und Besucher Orte, Landschaften und die Geschichte des Heiligen Landes mit Hilfe des Reliefs neu erleben.

Dr. Martin Peilstöcker

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