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Die Schrift "An die Ratsherren der Städte in deutschen Landen, dass sie christliche Schulen errichten und halten sollen" aus dem Jahr 1524
Ratsherrenschrift

Das besondere Objekt: Luthers "Ratsherrenschrift" von 1524

„Bildung ist der Rohstoff Deutschlands“ – so heißt es heute in vielen politischen Reden. Reformator Martin Luther erkannte den Wert der Bildung schon vor rund 500 Jahren. Die sogenannte "Ratsherrenschrift" zählt zu seinen vielen erfolgreichen Flugschriften und ist gewissermaßen Luthers Denkschrift zur Schulpolitik.

Luther regt an, in den Städten allerorten Schulen zu errichten. Er beobachtet in jenen Jahren einen Rückgang der Bildung der Kinder. Dem will er entgegenwirken. Erstmals erklingt die Forderung, Schulen nicht nur für Jungen, sondern auch selbstverständlich für Mädchen zu errichten. Das war damals revolutionär.

Erstmals entsteht ein flächendeckendes staatliches Schulwesen

Luther fordert besonders den Unterricht in den Sprachen. Neben dem Deutsch in Wort und Schrift sollen in den weiterführenden Schulen die Sprachen der Bibel, insbesondere Griechisch und Hebräisch, aber auch Latein, gelehrt werden. Die Flugschrift hat große Wirkung. Es entsteht im Laufe der Reformation erstmals ein flächendeckendes staatliches Schulwesen – freilich unter Führung der Kirche der Reformation.

Die Schrift "An die Ratsherren der Städte in deutschen Landen, dass sie christliche Schulen errichten und halten sollen" aus dem Jahr 1524 ist ein Beispiel für die Reformation als breite Bildungsbewegung. Im Bibelhaus Erlebnis Museum wird ein seltenes ungebundenes Exemplar der Flugschrift aus Privatbesitz gezeigt.