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#kulturtrotzcorona: Mund-Nasen-Schutz, Vermummung oder Modetrend?

Der netzförmige mit Goldmünzen verzierte Stoff ist ein Gesichtsschleier, den Frauen nach der Hochzeit trugen. Bereits im Koran heißt es in der 4. Sure, Vers 4 ("Die Frauen"): "Und gebt den Frauen ihre Morgengabe als Geschenk."

Die Morgengabe war dementsprechend das Hochzeitsgeschenk des Bräutigams an seine frisch angetraute Ehefrau, welches (der Wortherkunft entsprechend meistens) am Morgen nach der Hochzeit überreicht wurde. Diese diente der finanziellen Absicherung der Frau im Falle einer Scheidung oder bei Ableben des Ehemannes. Im islamischen Ehevertrag konnten und können Vereinbarungen über die Höhe und die Zahlungsweise der Morgengabe getroffen werden.

Morgengabe aus Geld und Schmuck

Die Frau darf über die Morgengabe, die aus Geld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen bestehen kann, frei verfügen – soweit sie nicht selbst die Scheidung herbeiführen will. Beim so genannten "chul'" kann die Frau nämlich ohne die Zustimmung ihres Mannes die Scheidung beantragen. Sie muss sich in diesem Fall jedoch aus der Ehe frei kaufen.

Auf die Morgengabe muss die Frau in den meisten Fällen verzichten beziehungsweise muss diese zurückgeben. Anders gelagert ist dies, wenn die Trennung vonseiten des Mannes ausgeht: die "talaq", die Verstoßung der Ehefrau durch den Mann, beinhaltet das Recht des Mannes, seine Frau ohne Angabe von Gründen zu verstoßen. Er muss hierfür nur die so genannte talaq-Formel (dreimaliges Wiederholen des Wortes "talaq" – ich verstoße dich) aussprechen.

Text: Eva-Andrea Schmitt, Museumsbegleiterin

Foto: Bibelhaus Erlebnis Museum

#kulturtrotzcorona