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Eine Kopie der Mescha-Stele im Bibelhaus

Kopie der Mescha-Stele, Original: Musée du Louvre, Paris
Kopie der Mescha-Stele, Original: Musée du Louvre, Paris

Vor 150 Jahren im Jahr 1868 entdeckte ein Missionar aus dem Elsass in einer Beduinensiedlung am Ostufer des Toten Meeres in der Siedlung Dhiban/Dibon einen polierten Basaltblock mit antiken Schriftzeichen. Darauf konnte er die phönizische Schrift entziffern: Nicht nur ein sonst nur aus der Bibel bekannter "König Mescha von Moab" ist da genannt, sondern es ist die älteste bekannte Nennung des Namens des biblischen Gottes auf einer Inschrift: JHWH, der Name, der nicht genannt werden darf. Im Bibelhaus ist eine Kopie der Stele zu sehen.

Der Name, der nicht genannt werden darf, auf einer antiken Inschrift

Die deutschen Bibeln übersetzen die vier Buchstaben des Namens Gottes (JHWH) nach jüdischer Tradition mit "Herr"/hebräisch "Adonai". Die nach dem moabitischen König benannte "Mescha-Stele" nennt auch die Könige Israels, Omri und seine Söhne.

Französische Forscher kamen, um die Inschrift zu betrachten. Einer fertigte eine Abschrift an. Bald hatten die Einheimischen verstanden, dass es sich bei diesem Stein um einen Schatz handelt. Er wurde in tausend Stücke zerhauen und einzeln auf dem Antikenmarkt in Jerusalem verkauft. Nur die Abschrift des Forschers Clermont-Ganneau machte es möglich, dass die vielen Fragmente wie ein Puzzle wieder zusammengefügt werden konnten.

Heute sind die Reste im Louvre in Paris aufgestellt. Eine Kopie befindet sich seit dem Jahr 2006 auch im Bibelhaus Erlebnis Museum in Frankfurt. Darin rühmt sich der König Mescha von Moab, die Könige Israels vernichtet zu haben und die Heiligtümer des Gottes JHWH seinem Gott, dem Kemosch, gebracht zu haben.

Ein anderer Bericht in der Bibel

Der Bericht in der Bibel im zweiten Buch der Könige, Kapitel 3, erzählt die Geschichte anders. Da besiegt Israel in einem Feldzug den König Mescha von Moab. Die völlige Vernichtung verhindert König Mescha durch eine furchtbare Tat: Er opfert seinen Kronprinzen während einer Belagerung in seiner Stadt. Darauf zieht das Heer Israels, Judas und Edoms aus dem Land Moab fort.

Kemosch, der Gott Moabs, lässt dieses Opfer zu – so erzählt es die Bibel. Das unterscheidet den Gott Moabs vom Gott Israels: JHWH greift ein, als Abraham seinen Sohn opfern will - und ersetzt das Menschenopfer durch einen Widder (1. Buch Mose/Genesis 22). Immer wieder fordern die Propheten der Bibel: Übt Barmherzigkeit, lasst die Opfer!