Aktiv werden
Newsletter
Links
Download
Kontakt / Team
Impressum
Datenschutz
Spenden Sie jetzt!
AKTIV WERDEN
für das Bibelhaus

Spenden Sie jetzt!
Ausstellung
Das Bibelhaus
Besucherservice
Bildung & Vermittlung
Presse & Information
Das besondere Objekt
Partner & Förderer
Wissenschaft
Wiedereröffnung 2011
Über uns

Fische im See Gennesaret

Fischerwand im Bibelhaus

Am See Gennesaret dreht sich alles um den Fisch. Wer sich heute im Wasser des seichten Uferbereiches an der Nordseite aufhält, wird immer wieder von Fischschwärmen spielerisch umschwommen. Auch zur Zeit Jesu war der Fischreichtum des Sees der alles bestimmende Wirtschaftsfaktor der Region und gab den Fischerfamilien einen bescheidenen Wohlstand.

Drei Fischarten spielen im See Gennesaret eine besondere Rolle: Die Süßwassersardine, der Muscht und die langköpfige Barbe. Die kleine Süßwassersardine macht den größten Teil des Fangertrages aus, bis zu 65 Prozent. Sie wird durch engmaschige Zugnetze mithilfe von Booten oder im seichten Uferbereich durch Wurfnetze gefangen. Jesus beobachtete Petrus und Andreas, wie sie diese Netze auswarfen.

Häufig Sardinen auf dem Speiseplan

Die Sardine kann man über dem Feuer grillen und komplett verspeisen oder mit dem Salz vom Toten Meer zu einer köstlichen Fischsoße verarbeiten, die in der Antike besonders gerne mit Brot gegessen wurde. Der hohe Salzgehalt machte sie lange haltbar, auch im heißen Klima. Der Eiweißgehalt tut sein Übriges zur gesunden Ernährung.

Wenn Jesus mit seinen Jüngern am See gegessen hat, wird vor allem die Sardine auf der Speisekarte gestanden haben. Mit 230 Booten, von denen der antike Historiker Josephus berichtet, war in Magdala/Tarichaea am See Gennesaret eine regelrechte Fischindustrie angesiedelt, die die Sardinen verarbeitete. Maria Magdalena stammt aus dem Ort, der übersetzt „Pökelhausen“ heißen würde.

Die langköpfige Barbe, ein Raubfisch, wird geangelt. Bei einem Streit um die Tempelsteuer fordert Jesus Petrus auf zu angeln und verspricht, dass er im Maul des Fisches die Münze für die Tempelsteuer, den Tyrischen Schekel, finden werde.

Das Wort vom Menschenfischer

Für den besonders leckeren Muscht, der heute irrtümlicherweise als Petrusfisch am See Gennesaret bezeichnet und verkauft wird, haben sich die Fischer eine besondere Technik ausgedacht. Sie kreisen den Muschtschwarm mit einem Netz ein und wenn der Muscht durch seine Sprungkraft über die Netzkante in die vermeintliche Freiheit springen will, fällt er in ein außerhalb des Netzes gelegtes Veranda-Netz, wo er sich verfängt und von einem zweiten Boot aus geborgen wird.

Die Fischer vom See Gennesaret sind Menschen, die fachkundig und klug ihre Netze im Blick auf die jeweilige Fischart, die sie fangen wollen, entwickelt haben. Das Wort vom Menschenfischer, das Jesus verwendet, ist im Alten Testament eher negativ besetzt. Im Blick auf das Berufsbild der Fischer am See Gennesaret bekommt es eine andere Ausrichtung: Wer seine Ziele erreichen will muss fachkundig, professionell und mit viel Geschick handeln.

Bibelhaus-Newsletter

Unser Newsletter informiert Sie monatlich mit Infos

Führung buchen

Individuelle Führungen, Programme für Schulklassen, Kinder- und Familienführungen und vieles mehr…

Wir beraten Sie gern zu Ihrem Besuch im Bibelhaus!

Zur Beratung und Buchung