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Das besondere Objekt: die Bansa Bibel

Die Bansa-Bibel von 1746
Bansa-Bibel

Johann Matthias Bansa verfasste die Bibel für seine Kinder und Enkel. So schreibt er als Widmung: „Meinen sieben Kindern und Enkelein“, und richtet auch das Vorwort an sie: „Liebe Kinder und Enkelein!“, dass er auf den den 7. Jan. 1746 datiert.

Darin erläutert er ihnen, dass er von der Obrigkeit als Unterpfand einige merianische Kupferplatten für Kupferstiche der ganzen Heiligen Schrift erhalten habe, d.h. Altes und Neues Testament. Er sei dann „wegen der Jugend angenehm anhangenden Begierde zu denen Bildern“ auf die Gedanken gekommen, die Kupferstiche abzudrucken.

Poetische Zweizeiler ergänzen die Bilder

Da aber oftmals die Bibelstellen auf den Stichen nicht angegeben sind und auch Erläuterungen fehlen, ergänzte er die fehlenden Stellen und dichtet zu jedem Bild einen poetischen Zweiteiler, die er, ggf. in didaktischer Hinsicht, als: „kurz genug“,  qualifiziert. Zum Beispiel heißt es beim ersten Bild in Genesis 1 (1. Buch Mose): „Der Schöpfer ist der Herr, des Himmels und der Erden, der Mensch nur Asch und Erd, und muss zur Erden werden“. Bansa bemerkt, dass er sich selbst für keinen Poeten halte, doch die Zeilen zu „Ehren seines Gottes“ und „viel Freude“ gedichtet habe. Er flechtet eine indirekten Dank an den Buchhändler Hutter ein und schreibt, dass den Kindern nur wenige Exemplare vorliegen. An dieser Stelle bezeichnet er seine eigene Bibel als „Bilder Bibel“.

Bansa beschließt sein Vorwort mit einem Gebet, in dem er seinen Kindern und Enkeln wünscht, dass sie Gott und seine Barmherzigkeit, durch die Anrührung des Heiligen Geistes erkennen und ihn fürchten, lieben und vertrauen lernen sollen. Die in der Bibel beschriebenen Werke, die Prophezeiungen des Alten Testaments, mögen sie sich merken und vom wahren Glauben ergriffen werden. Sie sollen in guter Gesundheit leben und am Ende selig sterben. Das „Amen“ beschließt sein Gebet und das Vorwort mit einer letzten Anrede an die EmpfängerInnen: „Ich verbleibe bis in den Tod. Euer getreuer Vater und Großvater.“ Johann Bansa datiert das Vorwort auf den 7. Jan. 1746.