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Entwicklung des Bibelverständnisses: neue gymnasiale Oberstufe im Bibelhaus

Veit Dinkelaker mit einer Gruppe im Bibelhaus
Gruppe im Bibelhaus

Eines der Themenfelder der E1 Phase der gymnasialen Oberstufe lautet: „Der christliche Glaube in Begegnung, Anknüpfung und Auseinandersetzung mit biografischen, sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen im pluralen Umfeld“. In den Kompetenzbereichen (E1) geht es unter anderem darum, dass Schülerinnen und Schüler "religiöse Aspekte in ihrer eigenen Biographie und in der von Anderen wahrnehmen", "religiöse Spuren in ihrer Lebenswelt finden", "im Kontext der Pluralität einen eigenen Standpunkt zu religiösen Fragen einnehmen und begründen".

Das Bibelhaus lädt ein, sich in der Ausstellung "fremde.heimat.bibel" mit Schülerinnen und Schülern auf die Suche nach religiösen Spuren in ihrer Lebenswelt zu machen. Sie konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit biografischen Interviews von Zugewanderten unterschiedlicher Generationen heute im Rhein-Main-Gebiet und ihrer Haltung zur Bibel. Die Interviews lassen sich an interaktiven Stationen im Zusammenhang mit persönlichen Ausstellungsstücken der Interviewten erschließen. Über ein Touch-Panel lässt sich die Verbreitung christlicher Gemeinden anderer Sprache und Herkunft - mit 80 unterschiedlichen Ausprägungen allein in Frankfurt - nachvollziehen.

Wie kann "religiöse Sozialisation" gelingen?

Anhand der Interviews werden die Schülerinnen und Schüler konfrontiert mit unterschiedlicher Religiosität von jüngeren und betagten Christinnen und Christen - unterschiedliche Zugänge zur Bibel, biografische Situationen oder Sozialisationen, wie regelmäßiges Beten oder Singen in manchem Herkunftsland, geben der Frage Raum, wozu Religion im Leben dienlich ist. Der Schlüssel ist die Bewährung von Religion im Zusammenhang mit Migrationserfahrungen. Bei der Präsentation der verschiedenen Zugänge zur Bibel der Zugewanderten in den Interviews während des Ausstellungsbesuches kann über die unterschiedliche Bedeutung von Religion in den Biografien diskutiert werden.

Anhand der Beispiele kann mit jungen Erwachsenen darüber reflektiert werden, wie "religiöse Sozialisation" gelingen kann. Welche Bedingungen sind dazu notwendig? Wie kann Indoktrination verhindert werden? Auf welchen eigenen Erfahrungen begründen sie ihren Standpunkt? Welche Anfragen müssen sie sich als mündige Zeitgenossen im Hinblick auf Religion gefallen lassen? Welche Form der religiösen Sozialisation könnten sie verantworten? Welche Form würden sie sich wünschen?

Existentielle und historische Beispiele für Zugänge zur Bibel

Eine erwachsene Haltung zur Heiligen Schrift spielt dabei eine besondere Rolle. Die Ausstellung erschließt unterschiedliche Zugänge zur Bibel. Auch das Bibelverständnis entwickelt sich von einem hörenden, wiedergebenden Verständnis der Kindheit, zum Lesen und Verstehen der Schulzeit oder auch der beginnenden Teilnahme und Teilhabe durch Singen und Handeln, dem Zweifel und Prüfen der Jugend hin zu einem reifen Erkennen. Diese so benannten "Zugänge zur Bibel" sind nicht linear, sondern überlagern sich oder werden auch übersprungen. Die Ausstellung gibt sowohl existentielle Beispiele für die jeweiligen Zugänge zur Bibel, wie auch historische Beispiele, wie sich die Auseinandersetzung mit biblischen Texten von der oralen Tradition der frühen Kirche über die Schriftorientierung der Neuzeit hin zur historischen Kritik der Moderne und neueren Rückbesinnungen oder Schwerpunktverlagerungen entwickelt.

Der Besuch der Ausstellung kann verbunden werden mit der Vergegenwärtigung der gemeinsamen Herkunft der abrahamitischen Religionen im biblischen Nomadenzelt, oder auch einer stofflichen Wiederholung zur Konfliktlage in Jerusalem seit der neutestamentlichen Zeit rund um das Modell des Tempelberges und die religiös-politische Bedeutung dieses Ortes bis heute

Für weitere Fragen steht Veit Dinkelaker, Theologischer Referent für Religionspädagogik und verantwortlich für Bildung & Vermittlung, zur Verfügung.

Zu den Kontaktdaten ... 

Clip zur Ausstellung fremde.heimat.bibel.

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"Die Bibel in meiner Sprache" lautet die Audioguide-Führung, die es auch auf Englisch gibt. Sie kann online als App unter www.museum.de für Tablet oder Smartphone heruntergeladen werden.