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Ausstellung Weihnachten 2018
Weihnachtsmotive
Christbaumspitze von 1914
Eröffnung Weihnachten 2018

Christbaumspitze aus dem Kriegsjahr 1914

Christbaumspitze mit Eisernem Kreuz
Christbaumspitze mit Eisernem Kreuz

„Friede auf Erden“ – so lautet die Botschaft der Engel auf dem Hirtenfeld in Betlehem (Lukas 2,14). Eine Christbaumspitze in den Farben des deutschen Kaiserreiches und dem nationalistischen Symbol des „Eisernen Kreuzes“ mit der Jahreszahl „1914“ zeigt, welche Art Frieden vor hundert Jahren erwartet wurde: Frieden durch Sieg über die Feinde. Die Spannung, in der dieser Christbaumschmuck zum Weihnachts-Evangelium des Neuen Testamentes steht, ist heute mit Händen zu greifen. Die Christbaumspitze gehört zum Ausstellungsbereich im Bibelhaus, der den Missbrauch des Weihnachtsfestes durch die Politik beleuchtet.

Als im August 1914 der Krieg erklärt wurde, hieß es nationalistisch: „An Weihnachten sind wir wieder siegreich daheim!“ Aus dem schnellen Sieg wurde nichts. Und der Frieden auf Erden war an Weihnachten 1914 so weit weg wie lange nicht. Ob diese Christbaumspitze in der Hoffnung auf eine rechtzeitige Rückkehr der Soldaten vor Weihnachten gekauft wurde – oder ob es den Siegeswillen auch in das neue Jahr 1915 tragen sollte, wir wissen es nicht.

Weihnachtsschmuck aus dem Jahr 1914 erinnert allerdings auch an das erstaunliche Ereignis, von dem Kriegsheimkehrer aller beteiligten Nationen von dem Heiligen Abend und dem Christfest in den Schützengräben des ersten Kriegsjahres erzählen: vom wunderbaren Weihnachts-Waffenstillstand und der Verbrüderung der gegnerischen Soldaten im Feld zum Christfest.

Waffenstillstand zum Weihnachtsfest 1914

Nach biblischer Tradition ruhten die Waffen zwischen den damals christlich geprägten kriegführenden Parteien am Heiligen Abend. Statt Maschinengewehrsalven und Granatenexplosionen sangen die jungen Soldaten Weihnachtslieder oder spielten auf mitgebrachten Instrumenten zum Heiligen Abend. Da die Schützengräben nur wenige Meter voneinander entfernt waren, hörten die Feinde auf der anderen Seite die Musik. Schließlich stiegen die Soldaten, ob Deutsche, Briten, Belgier oder Franzosen aus den Gräben, trafen sich im Niemandsland, stellten Weihnachtsbäume auf, tauschten Proviant und Zigaretten und spielten Fußball.

An manchen Stellen dauerte dieser Weihnachtsfrieden auf dem Schlachtfeld zwischen 1914 und 1915 zwölf Tage. Dann gab es den Befehl, den Kampf fort zu setzen. Das Wunder war vorüber. Es ist nicht überliefert, dass an den folgenden Weihnachtsfesten bis zum Ende des Krieges 1918 je wieder die Waffen geruht hätten. 1914 hätte es die Chance gegeben, an Weihnachten mit dem Morden aufzuhören: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden den Menschen, die guten Willens sind.

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